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Cloud-Plattformen im Vergleich: AWS vs. Azure

Amazon Web Services und Microsoft Azure gehören zu den führenden Public Cloud Anbietern. AWS dominiert dabei mit aktuell mit 51,8 Prozent Marktanteilen und einem Umsatz von 12,2 Milliarden US-Dollar. Microsoft Azure steigert sich in 2017 von 8,7% auf 13,3% Marktanteil und erwirtschaftete einen Umsatz von 3,1 Milliarden US-Dollar.

Beide Anbieter haben einige Gemeinsamkeiten und unterscheiden sich natürlich auch in einigen Punkten. Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick.

Gemeinsamkeiten

Hinsichtlich der Standardfunktionen zum Aufbau von Cloud-Strukturen ähneln sich AWS und Azure. Beide stellen virtuelle Computer, Netzwerke, Datenbanken und andere Cloud-Funktionen bereit. Ebenso arbeiten beide kontinuierlich an der Erweiterung des Leistungsangebotes oder optimieren bestehende Funktionen. Die Verwaltung erfolgt bei beiden Portalen über die jeweiligen Webportale und CLIs. Um AWS und Azure erfolgreich einzusetzen, benötigt man einen entsprechenden Experten, welcher die Weichen für das Cloud Projekt stellt, die Migration begleitet und die Infrastruktur entsprechend betreut.

Unterschiede

AWS Kunden profitieren von einer globalen Infrastruktur und flexibler Kostenabrechnung (Pay as you go). Die Stärken von AWS liegen in der flexiblen Gestaltung der AWS Ressourcen. So lassen sich Server-Instanzen problemlos nach oben skalieren, wenn sich die Zugriffe auf die Webanwendung erhöhen.

Amazon Web Services können vor allem mit Linux optimal umgehen. Natürlich kann auch in AWS mit Windows gearbeitet werden. Weitere Hilfestellungen gibt u.a. der Windows Study-Guide

Azure setzt auf hybride Technologien. Das heißt, dass sich nahezu alle Funktionen mit lokalen Rechenzentren verbinden lassen. Natürlich lassen sich andere Microsoft Produkte (wie z.B. Exchange, SharePoint, SQL-Server, Office 365) in die Azure Cloud integrieren. Azure Schwerpunkt liegt auf Windows, aber natürlich wird auch Linux unterstützt.

Das Preismodell von Azure ist im Vergleich zu AWS unflexibler. Microsoft ist ebenfalls global aufgestellt, trotzdem ist es deutlich komplexer Workloads über mehrerer Regionen abzusichern.

Fazit

Welcher Anbieter am besten geeignet ist hängt am Ende vom jeweiligen Projekt ab. Sind extreme Last-Szenarien zu erwarten, dann ist AWS die beste Wahl. Azure ist zu empfehlen, wenn es sich um primär Microsoft-basierte Workloads handelt oder wenn bestehende Microsoft-Anwendungen um die Cloud-Komponente ergänzt werden sollen. In diesen Fällen erhalten Kunden kostenfreie Azure-Kapazitäten. Viele Unternehmen setzen Azure aus diesem Grund als zweite Cloud-Plattform neben AWS ein und setzen somit auf eine Multi-Cloud-Strategie.

Es gibt also viele Möglichkeiten. Der erste Schritt zur Wahl der richtigen Plattform ist also die Analyse der eigenen Anforderungen. Im nächsten Schritt sollte man dann bewerten, welcher Anbieter dazu am besten passt. AWS stellt eine Checkliste mit über 150 Kriterien bereit, welche bei der Entscheidung helfen kann. Hier geht es zur Checkliste (bitte das Excel Dokument downloaden).

Quellen:

Update vom 13.11.2018

Laut Berechnungen von Forbes hat Microsoft in den letzten 12 Monaten mit seinen Cloud-Services deutlich aufgeholt und Amazon sogar leicht überholt. Es bleibt also weiter spannend! Mehr Informationen dazu lest ihr im t3n-Artikel „Cloud-Umsätze: Microsoft löst Amazon auf der Spitzenposition ab“.

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