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Wie kommen die Container in die Cloud?

Die Basics der Container-Technologie haben wir euch bereits in unserem Artikel “Container for Dummies” erklärt. Wie Container in die Cloud kommen und welche Zuständigkeiten wie verteilt sind, sind oft nicht im Detail bekannt. Diese Wissenslücke wollen wir mit diesem Artikel schließen.

Aufbau & Vorteile von Containern

Container ermöglichen es, Applikationen inklusive aller Abhängigkeiten zu speichern und zu verteilen. Container stellen also die komplette Laufzeitumgebung virtuell in einem Paket bereit. Das Prinzip ist ähnlich wie bei virtuellen Maschinen (VMs). Der Aufbau ist jedoch unterschiedlich. Während sich Container einen Betriebssystemkern teilen, enthält jede VM ein vollständiges Betriebssystem. Da sich Container einen Betriebssystemkern teilen, benötigen Sie im Vergleich zu VMs weniger Speicherplatz. Somit kann die Hardware effizienter genutzt werden. Des Weiteren sind sie schneller einsatzbereit und somit schneller skalierbar. 

Wesentliche Bestandteile bei der Containerisation sind Images, Registry und Orchestrierung:

Container in der Cloud
Docker Architecture (Bild: Docker)
  • Images: Ein Image bildet die Basis des Containers und gewährleistet die Portabilität: Ein Container Image beinhaltet alle Komponenten, um eine Anwendung auszuführen.
  • Registry: Registry ist ein Web-Dienst, der Images speichert, verwaltet und zur Verfügung stellt. Am bekanntesten ist Docker Hub
  • Orchestrierung: Das Management von Containern erfolgt meist mit einer zusätzlichen Software. root360 setzt dabei auf Amazon ECS (Elastic Container Service). Alternativen sind Docker Swarm oder Kubernetes.

Managed Container Services – Lösungsansätze & Herausforderungen

Die Grundlagen von Containern sind nun soweit klar – doch wie genau kommen die Container nun in die Cloud-Umgebung? Dafür gibt es prinzipiell drei Lösungsansätze. Dabei bringt jeder Ansatz gewisse Herausforderungen mit sich, auf die wir im Folgenden eingehen.

1. Container in Kundenverantwortung (Co-Managed)

Der Kunde liefert das Container-Image an den Managed Service Provider. Wir können dabei assistieren, aber die Verantwortung für den Container liegt ganz klar beim Kunden. Dies umfasst:

  1. Settings für den Webserver
  2. Welche Linux Version/ PHP Version genutzt wird
  3. Inhalt des Containers: Programme etc.

Der Managed Service Provider übernimmt die operative Verantwortung, z.B. das Monitoring des Containers. SLAs werden auf die Plattform und auf Reaktionszeiten gegeben, aber nicht auf die Applikation selbst.

Dieser Weg bedeutet, dass ausreichend DevOps-Kompetenz beim Kunden vorhanden sein muss, um mit Containern arbeiten zu können. Ist dies nicht der Fall, sollte man womöglich lieber einen anderen Weg einschlagen.

2. Container in Verantwortung des MSPs (Fully Managed)

Der Managed Service Provider kennt die Struktur der Applikation und kann einen sicheren Betrieb gewährleisten. SLAs werden auf die Verfügbarkeit der Applikation selbst gegeben. In diesem Fall sind umfangreiche vertragliche Vereinbarungen zwischen Kunde und MSP notwendig. Der Managed Service Provider kümmert sich um das Container Image und die Settings. Der Kunde liefert nur den Source Code. 

Dieser Weg ermöglicht den Einsatz von Containern in Unternehmen, die über wenig Kompetenzen in diesem Bereich verfügen. Allerdings können viele Vorteile der Container nicht genutzt werden können, wenn die Hauptverantwortung beim Managed Service Provider liegt. Daher gilt es in diesem Szenario zu überprüfen, ob der Einsatz von Containern wirklich sinnvoll ist. 

3. Self-Managed

Der Kunde übernimmt das Management komplett selbst, der MSP stellt lediglich die IT-Infrastruktur zur Verfügung.

Container in der Cloud
Lösungsansätze im Überblick (Grafik root360)

Fazit

Welche Lösung letztendlich zum Einsatz kommt, dass muss jedes Unternehmen für sich entscheiden. Maßgeblich für diese Entscheidung sind die personellen Ressourcen sowie vorhandenes Know-how bzw. Ressourcen, um neues Know-how aufzubauen. Es gilt also sich nicht vom allgemeinen Container “Hype” anstecken zu lassen, sondern eine kluge, faktenbasierte Entscheidung zu treffen. Gerne stehen wir Ihnen dabei beratend zur Seite. 

In Zusammenarbeit mit root360 ist aktuell nur Variante Nummer 1 – das Co-Management möglich. Wir arbeiten daran auch andere Varianten für unsere Kunden bereitzustellen.

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